Tschechien

Tschechen wählen ein neues Parlament - mit einer Rekordzahl an Kandidaten

Gibt sich siegessicher: CSSD-Parteichef Bohuslav Sobotka

Gibt sich siegessicher: CSSD-Parteichef Bohuslav Sobotka

Am zweiten Tag der Parlamentswahl in Tschechien haben die Wahllokale am Samstag wieder geöffnet. Insgesamt sind rund 8,4 Millionen Stimmberechtigte aufgerufen, die 200 Abgeordneten zu wählen.

Am Freitag hatten sich nach Schätzungen erst 40 Prozent der Wahlberechtigten beteiligt. Dies entspricht in etwa der Teilnahme bei früheren Abstimmungen. Die Wahllokale haben noch bis 14 Uhr geöffnet.

Jüngsten Umfragen zufolge könnten die Sozialdemokraten (CSSD) auf 23 Prozent kommen und eine von den Kommunisten tolerierte Minderheitsregierung anstreben. "Wir erwarten einen Machtwechsel", sagte CSSD-Parteichef Bohuslav Sobotka nach der Stimmabgabe im Fernsehen. Die neue Protestpartei ANO des Milliardärs Andrej Babis könnte schon im ersten Anlauf den Sprung ins Parlament schaffen.

Um die 200 Sitze im Abgeordnetenhaus bewerben sich fast 5900 Kandidaten - eine Rekordzahl. Die frühere Mitte-rechts-Regierung war im Juni über einen Bespitzelungsskandal gestürzt. Gegenwärtig lenkt eine Übergangsregierung das EU-Land.

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