Schon bald seien "hundert Prozent" der Gebiete aus den Händen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zurückerobert, sagte Trump zur Begründung. "Wir holen das alles schnell zurück", sagte der US-Präsident.

Die IS-Miliz hatte im Juni 2014 ein "Kalifat" in grossen Teilen Syriens und des Irak ausgerufen. Durch den Einsatz einer von den USA angeführten Militärkoalition verlor der IS seitdem aber stark an Boden. Im Osten Syriens sind zudem mehr als 2000 US-Soldaten im Einsatz, die den Kampf diverser Milizen gegen den IS unterstützen.

Trump sagte, die US-Truppen sollten nun "in unser Land" zurückkehren, "wo wir hingehören, wo wir sein wollen". Um Syrien sollten sich "andere Leute" kümmern, sagte Trump. Wen er damit meint, sagte der US-Präsident aber nicht.

Neben den USA haben noch Russland und der Iran grössere Truppenkontingente in Syrien stationiert. Beide unterstützen allerdings den syrischen Machthaber Baschar al-Assad.

Mit dem Aussenministerium hat Trump seine Abzugspläne offenbar nicht abgestimmt. Auf die Frage, ob sie über die Pläne im Bilde sei, sagte Ministeriumssprecherin Heather Nauert: "Bin ich nicht, nein. Nein."

Im Januar hatte der damalige Aussenminister Rex Tillerson noch angekündigt, den US-Militäreinsatz in Syrien auszuweiten, um die IS-Miliz weiter zu bekämpfen und Assad aus dem Amt zu drängen. Trump hat Tillerson Mitte März entlassen.