Westjordanland

Trotz scharfen Protesten: Israel schreibt Bau von 283 Siedler-Wohnungen aus

Ein jüdischer Siedler in der Umgebung der Siedlung Elkana im Westjordanland. (Archiv)

Ein jüdischer Siedler in der Umgebung der Siedlung Elkana im Westjordanland. (Archiv)

Israel hat den Bau von 283 Wohnungen im Westjordanland ausgeschrieben. Der Ausbau der Siedlungstätigkeit und die fortschreitende Entegeignung von Palästinensergebiet hatte unlängst internationale Proteste ausgelöst.

Israel hat den Bau von hunderten Wohnungen im Westjordanland ausgeschrieben. Der Ausbau der Siedlung Elkana im Nordwesten des Westjordanlandes sei bereits im Januar beschlossen, der Bau von 283 Wohnungen am Donnerstag ausgeschrieben worden.

Dies gab die israelische Landbehörde am Freitag auf ihrer Website bekannt. Die Information erfolgte nur wenige Tage nach der Ankündigung der grössten Enteignung von Palästinensergebiet seit drei Jahrzehnten.

Am Sonntag hatte Israel die Enteignung von vier Quadratkilometer Land im Westjordanland angekündigt. Der Schritt hatte international scharfe Kritik hervorgerufen.

Die US-Regierung hatte Israel aufgefordert, ihre Entscheidung zurückzunehmen, UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich besorgt. Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier sprach von einem "falschen Signal zur falschen Zeit".

Die israelische Siedlungspolitik in den Palästinensergebieten ist nach internationalem Recht illegal. Sie ist eines der Haupthindernisse bei den Bemühungen um eine Beilegung des Nahost-Konflikts durch eine Zwei-Staaten-Lösung für Israel und die Palästinenser. (sda)

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