Jeweils hunderte Menschen gingen auch in der Hauptstadt Bukarest sowie im westrumänischen Timisoara (Temeswar) auf die Strasse. Auslöser der Proteste waren Probleme bei der ersten Runde der Präsidentenwahl am 2. November: Tausende Auslandsrumänen konnten ihre Stimme nicht abgeben, weil die Botschaften Rumäniens den Ansturm nicht bewältigten.

Pontas Gegner werfen der Regierung vor, die Auslandsrumänen absichtlich von der Stimmabgabe abgehalten zu haben, weil diese als traditionell anti-linke Wähler gelten. Das zentrale Wahlbüro in Bukarest erklärte, es sei erlaubt, im Ausland mehr Wahllokale einzurichten. Dem widersprach das Aussenministerium.

Bei der entscheidenden Präsidenten-Stichwahl am 16. November tritt Ponta gegen den bürgerlichen Politiker Klaus Iohannis an. Beide hatten in der ersten Runde am besten abgeschnitten, jedoch die notwendige absolute Mehrheit verfehlt. Ponta lag rund 10 Prozentpunkte vor Iohannis.