Spanien

Tausende Polizisten protestieren in Madrid gegen Gehaltskürzungen

Tausende Polizisten demonstrieren in Madrid gegen die Sparmassnahmen der spanischen Regierung

Tausende Polizisten demonstrieren in Madrid gegen die Sparmassnahmen der spanischen Regierung

Rund 5000 Polizisten aus ganz Spanien haben am Samstag in der Hauptstadt Madrid gegen die Sparmassnahmen ihrer Regierung demonstriert.

"Bürger, vergebt uns, dass wir nicht die festnehmen, die wirklich verantwortlich für diese Krise sind: Banker und Politiker", hiess es auf einem Spruchband des Protestzugs. "Wir hätten gerne an dem Generalstreik (am 14. November) teilgenommen, aber weil wir kein Streikrecht haben, demonstrieren wir", sagte der Chef der Polizeigewerkschaft SUP, José Maria Sánchez Fornet, bei einer Kundgebung vor dem Innenministerium.

Fornet warnte vor einer Verschlechterung der Sicherheitslage, weil jedes Jahr bis zu 2000 Polizisten in den Ruhestand gingen, aus Spargründen aber nur 125 neue eingestellt würden. Die grösste Polizeigewerkschaft hatte zu der Demonstration aufgerufen, um gegen die massiven Einschnitte bei den Beamtengehältern zu protestieren.

Eine Polizistin aus Galicien berichtete, dass die Kürzungen bei ihr 300 Euro pro Monat betrügen. Sie verdiene heute nur noch 1450 Euro pro Monat, sagte die 36-Jährige - weniger als bei ihrem Eintritt vor zehn Jahren.

Spanien steckt tief in der Rezession, jeder vierte Erwerbsfähige war im dritten Quartal diesen Jahres arbeitslos. Die Regierung aber will weiter sparen, um die Neuverschuldung von 9,4 Prozent des Bruttoinlandprodukts 2011 auf 2,8 Prozent im Jahr 2014 zu drücken. 150 Milliarden Euro sollen dafür mittels Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen eingespart werden.

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