"Nesat" traf gegen 14.30 Uhr (Ortszeit) am Donnerstag an der östlichen Spitze der chinesischen Insel Hainan auf Land, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. "Nesat" ist bereits der 17. Taifun und vermutlich der stärkste, der die Insel Hainan in diesem Jahr trifft.

Die Behörden schlossen Schulen, setzten Fährdienste aus und beorderten Fischerboote in die Häfen zurück. Laut Xinhua wurden auf den zwei Flughafen auf Hainan rund 67 Flüge abgesagt.

Der Sturm war zuvor an Hongkong vorbeigezogen, wo der Handel an der Börse ausgesetzt wurde und Geschäfte sowie Unternehmen vorsorglich geschlossen blieben. Über grosse Schäden war nichts bekannt.

Allerdings wurden zwei Menschen verletzt, als ein aus Bambus hergestelltes Baugerüst vom Wind umgeworfen wurde und auf ein Taxi stürzte. Wie der örtliche Sender RTHK berichtete, wurde ein Mann von einem umstürzenden Baum verletzt.

Ein Schleppkahn habe sich in der stürmischen See von seinem Ankerplatz gelöst und sei gegen einen Uferdamm auf Hongkong Island geprallt, hiess es in Medienberichten. Dadurch hätten nahegelegene Wohnungen evakuiert werden müssen.

Warten auf Hilfe

Auf den Philippinen harrten auch zwei Tage nach dem heftigen Taifun immer noch Menschen auf ihren Häuserdächern aus und warteten auf Hilfe. Retter kämpften sich zu den Eingeschlossenen vor, um Nahrungs- und andere Hilfsmittel zu bringen.

Erdrutsche hatten viele Strassen verschüttet, manche Dörfer waren von der Aussenwelt abgeschnitten. Vielerorts war das Wasser noch nicht so weit zurückgegangen, dass die Leute wieder auf die Strassen konnten.

Es gab einen Lichtblick: 14 vermisste Fischer wurden wohlbehalten gerettet. Sie waren mitten im Sturm vor der Küste der Provinz Camarines Norte zum Fischen hinausgefahren.