"Nesat" traf am Freitagnachmittag mit Wucht den Nordosten Vietnams. Nach Angaben der Wetterbehörde peitschte er mit Geschwindigkeiten von 62 bis 88 Stundenkilometern über die Hauptstadt Hanoi und die umliegenden Provinzen.

Der Radiosender "Stimme Vietnams" berichtete, zwar habe sich der Sturm mit seinem Auftreffen an Land abgeschwächt, aber es drohten in mehreren nördlichen Provinzen Erdrutsche.

Im Südosten Chinas hatte "Nesat" am Donnerstag Massenevakuierungen ausgelöst. 300'000 Menschen wurden auf der Insel Hainan in Sicherheit gebracht. Am Freitag stuften die chinesischen Behörden "Nesat" vom Taifun zu einem starken Tropensturm herab. "Nesat" hatte am Dienstag auf den Philippinen mindestens 43 Menschen getötet und eine Spur der Zerstörung hinterlassen. 30 Menschen wurden noch vermisst.

Die philippinischen Behörden warnten am Freitag vor einem weiteren Taifun namens "Nalgae", der ab Samstag die Hauptinsel Luzon treffen könnte. Mindestens eine Million Menschen seien dort bereits von Überschwemmungen durch "Nesat" betroffen, ihnen drohe nun noch mehr Regen, warnten Behördenvertreter.