Griechenland

Tägliches Streikchaos in Griechenland dauert an

Schlangestehen vor den einer der wenigen geöffneten Apotheken in Athen

Schlangestehen vor den einer der wenigen geöffneten Apotheken in Athen

In Griechenland gehen die Streiks gegen das drastische Sparprogramm weiter. Am Donnerstag musste der Bürgermeister von Thessaloniki das Militär um Hilfe bitten, um die Strassen von den Müllbergen zu befreien. Militärlastwagen und Soldaten waren den ganzen Tag im Einsatz.

Die Eisenbahnen wurden am Donnerstag am zweiten Tag in Folge bestreikt. Auch die Apotheker streikten. Vor den wenigen offenen Apotheken bildeten sich lange Warteschlangen, wie das Fernsehen zeigte.

Für Ärger sorgen auch Arbeitsniederlegungen beim Nahverkehr in Athen. Am Donnerstag streikten für mehrere Stunden die Busse. Die Spitalärzte behandelten nur Notfälle.

Fahrpreise um 40 Prozent erhöht

Die Streiks richten sich gegen die Pläne der sozialistischen Regierung, mit einem vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU verordneten Sparprogramm die Haushaltsprobleme in den Griff zu bekommen.

Unter anderem sollen die Löhne der Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr um bis zu 25 Prozent gekürzt werden. Auch soll der Beruf des Apothekers nicht mehr geschützt sein. Wegen der enormen Defizite im Nahverkehr werden vom 1. Februar an die Fahrpreise um bis zu 40 Prozent erhöht.

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