Dies sagte eine Sprecherin der wichtigsten Oppositionsgruppe am Samstag. Entsprechende Forderungen waren in jüngster Zeit bereits von syrischen Oppositionellen erhoben worden. Bislang gab es aber keinen formellen Appell an die Arabische Liga.

Diese muss entscheiden, wie sie nach dem Einsatz ihrer Beobachter weiter vorgeht. Die Entsendung von Beobachtern der Arabischen Liga hat nicht zu einem Rückgang der Gewaltaktionen von Armee und Polizei gegen Oppositionskräfte in Syrien geführt.

Auch ein von der Liga mit der syrischen Führung vereinbarter Friedensplan blieb Makulatur.

Wieder viele Tote

Bei neuen Gewaltexzessen nahe der Grenze zur Türkei kamen am Samstag nach Angaben von Aktivisten mehr als 30 Menschen ums Leben. Allein 14 Menschen starben bei einem Bombenanschlag auf einen Gefangenentransport in der Provinz Idlib.

Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete von "Terroristen", die ein Polizeifahrzeug mit den Gefangenen auf einer Schnellstrasse angegriffen hätten. Mehrere Sprengkörper seien zur Explosion gebracht worden. Auch sechs Polizisten wurden den Angaben nach verletzt.

Die syrische Beobachtungsgruppe für Menschenrechte in London berichtete ebenfalls über einen solchen Zwischenfall. Es sei unklar, wer hinter der Tat stecke, hiess es.