Das Syrien-Treffen ist am Montagmittag nach rund einer Stunde unterbrochen worden.

Die Delegation der Regierung habe eine konfrontative Sprache angeschlagen, erklärte Oppositionsvertreter Murhaf Jouejati vor Journalisten.

Deshalb habe sich Brahimi entschlossen, die Sitzung zu unterbrechen. Man werde aber später getrennt weiter verhandeln.

Die syrische Opposition relativierte die Übereinkunft vom Sonntag, sie habe einem Abtransport der Frauen und Kinder aus den belagerten Teilen der Stadt Homs zugestimmt.

"Es stimmt nicht, dass die Forderungen nach der Wegschaffung der Zivilisten aus den belagerten Stadtteilen von uns gestellt worden wären", erklärte Anas Abdeh, ein Mitglied der Oppositionsdelegation, am Montag in Genf.

Die Opposition verlange stattdessen die "schrittweise Aufhebung der Belagerung" durch die Regimetruppen sowie Zugang für Hilfskonvois zu den eingekesselten Gebieten.

Homs, eine Grossstadt in der Mitte Syriens mit einer Million Einwohnern, ist seit Beginn des Bürgerkriegs umkämpft. Im vergangenen Juli hatten sie die Truppen des Regimes von Präsident Baschar al-Assad zum Grossteil eingenommen.

In Teilen der historischen Altstadt und im Stadtteil Chaldiejeh halten noch Rebelleneinheiten die Stellung.

Zusammen mit den Familienangehörigen sind etwa 2000 Menschen dort umzingelt und von Lebensmittel- und anderen Hilfslieferungen nahezu gänzlich abgeschnitten.

Frage der Übergangsregierung

Brahimi hatte um elf Uhr am UNO-Sitz in Genf die Delegation der syrischen Regierung sowie diejenige der Opposition empfangen.

Zusammen wollten sie die Frage nach einer Übergangsregierung angehen, wie dies im Abkommen vom 30. Juni 2012 vorgesehen ist.

Während der Gespräche an den zwei vorhergehenden Tagen war vor allem die humanitäre Lage in Syrien Thema.