Syrien

Syrien zeigt sich von EU-Drohungen unbeeindruckt

Syrische Rebellen mit einem verletzten Kameraden in Aleppo

Syrische Rebellen mit einem verletzten Kameraden in Aleppo

Syrien zeigt sich von der drohenden Verschärfung der EU-Sanktionen unbeeindruckt und geht weiter mit aller Härte gegen seine Gegner vor. Regierungsgegner meldeten am Wochenende über 150 Tote bei landesweiten Kämpfen.

Am Sonntag bombardierten Kampfflugzeuge Wohnviertel der Wirtschaftsmetropole Aleppo im Norden des Landes und töteten nach Darstellung von Regierungsgegnern Dutzende Menschen. Zudem sei eine wichtige Wasserleitung zerstört worden, berichteten Assad-Gegner, was die ohnehin schwierige Versorgung verschlechtere.

Die Luftangriffe hätten deutlich zugenommen, nachdem Rebellen festgehaltene Armee-Deserteure befreit hätten. Doch nicht nur im zum Teil von Aufständischen gehaltenen Norden hielt die Gewalt an. Am Samstag stürmten Soldaten ein palästinensisches Flüchtlingslager in einem Vorort von Damaskus, wo sich Oppositionelle verschanzt haben.

18. Sanktionsrunde der EU

Die Europäische Union hat eine weitere Runde von Sanktionen gegen Syrien und Iran angekündigt. Wann und wie genau diese aussehen, darüber soll in den kommenden Wochen beraten werden. Diese Botschaft ging am Wochenende vom informellen Treffen der EU-Aussenminister im zyprischen Paphos aus.

Die nächste Zusammenkunft der 27 EU-Aussenminister ist am 15. Oktober. Es wäre die 18. Sanktionsrunde der EU, nachdem bislang schon Einreise- und Kontensperren gegen mehr als 150 Unterstützer des Assad-Regimes und Geschäftsverbote für über 50 syrische Firmen verhängt wurden. Waffen und Öl dürfen schon lange nicht mehr aus Europa ins Konfliktgebiet transportiert werden.

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