Als einer der ersten war Äthiopiens Ministerpräsident Hailemariam Desalegn, der Schirmherr der 18-monatigen Friedensverhandlungen, in der südsudanesischen Hauptstadt eingetroffen. Südsudans Rebellenchef Riek Machar hatte das Friedensabkommen bereits Mitte August unterzeichnet.

Präsident Kiir hatte sich nach dem Abschluss der Verhandlungen noch zwei Wochen für "Konsultationen" ausbedungen. Er hatte Vorbehalte gegen das Abkommen geäussert, dass eine Machtaufteilung vorsieht. So soll für eine Übergangsphase von 30 Monaten der Posten eines Ersten Vizepräsidenten geschaffen und mit einem der bisherigen Rebellenführer besetzt werden.

Der Machtkampf zwischen Kiir und seinem einstigen Stellvertreter Machar war im Dezember 2013 eskaliert. Seitdem wurden Zehntausende Menschen getötet.