Korea-Konflikt

Südkorea verschiebt umstrittene Militärübung wetterbedingt

Südkoreanischer Soldat auf der Insel Yeonpyeong

Südkoreanischer Soldat auf der Insel Yeonpyeong

Südkorea hat seine von Nordkorea scharf kritisierte Militärübung verschoben. Das Manöver werde aufgrund schlechten Wetters nicht planmässig beginnen, teilte Südkorea am Sonntag mit. Eine Absage des Vorhabens sei aber nicht geplant.

Der UNO-Sicherheitsrat hat auf Antrag Russlands für (den heutigen) Sonntag eine Sondersitzung angesetzt, um die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zu besprechen. Die Sitzung sei für 11 Uhr Ortszeit (17 Uhr MEZ) geplant, sagte Mark Kornblau, Sprecher der US-Mission bei den UNO.

Der russische UNO-Botschafter Vitali Tschurkin erklärte, der Sicherheitsrat müsse ein "einschränkendes Signal" an Nordkorea senden und diplomatische Aktivitäten in die Wege leiten, alle Konflikte zwischen Nord- und Südkorea zu lösen.

Nordkorea hatte am Freitag angekündigt, den Süden erneut unter Beschuss zu nehmen, sollte dieser an der geplanten Artillerie-Übung mit scharfer Munition im Grenzgebiet festhalten. Ein neuer Schlag werde härter ausfallen als der Ende November.

Südkorea hatte am Donnerstag die Übung nahe der Insel im Gelben Meer angekündigt, die im November unter nordkoreanischen Beschuss geraten war. Sie sollte zwischen dem 18. und 21. Dezember stattfinden.

Bei dem Beschuss der Insel Yeonpyeong waren vier Menschen getötet worden. Nordkorea hatte sein Vorgehen damit begründet, der Süden habe zuvor Artillerie-Geschosse in seine Gewässer abgefeuert. Der Verlauf der Seegrenze ist umstritten.

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