Südamerika

Südamerikanische Staaten gründen neuen Regionalbund

Zahlreiche Präsidenten von Ländern Südamerikas haben am Freitag einen neuen Staatenbund besiegelt - damit wollen sie das Problem der Mitgliedschaft von Venezuela in anderen Bündnissen lösen.

Zahlreiche Präsidenten von Ländern Südamerikas haben am Freitag einen neuen Staatenbund besiegelt - damit wollen sie das Problem der Mitgliedschaft von Venezuela in anderen Bündnissen lösen.

Acht südamerikanische Länder haben sich bei einem Treffen in Chile zu einem neuen Regionalbündnis zusammengeschlossen. Prosur sei ein Forum «ohne Ideologie und Bürokratie, aber mit totalem Einsatz für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte.»

Dies sagte der chilenische Präsident Sebastian Piñera am Freitag (Ortszeit) in Santiago de Chile. "Hier können die Länder Südamerikas sich austauschen, zusammenarbeiten, sich Gehör verschaffen und gemeinsam mehr Freiheit, Integration und Entwicklung erreichen."

Vertreter von Brasilien, Argentinien, Chile, Paraguay, Kolumbien, Ecuador, Peru und Guyana unterzeichneten beim Gründungstreffen in Santiago de Chile eine gemeinsame Erklärung. Demnach sollen in dem neuen Forum Themen wie Infrastruktur, Energie, Sicherheit, Gesundheit, Verteidigung, Kriminalitätsbekämpfung und Verhütung von Naturkatastrophen behandelt werden.

Prosur soll eine Alternative zu dem zuletzt zunehmend bedeutungslosen Staatenbund Unasur sein. Unasur war 2008 auf Initiative des damaligen brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und des damaligen venezolanischen Staatschefs Hugo Chávez gegründet worden. Im Streit um die Positionierung im Venezuela-Konflikt waren zuletzt allerdings viele Mitglieder aus dem links geprägten Staatenbund ausgetreten.

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