Millionen Menschen in dem westafrikanischen Land hoffen, dass die Wahl zur Wiedervereinigung und Stabilisierung des Landes führt. Da in vielen Landesteilen aber immer noch bewaffnete Milizen das Sagen haben, die nichts von ihrer Macht verlieren wollen, könnte die Wahl aber auch zu neuen Unruhen führen.

Ergebnisse werden am Mittwoch erwartet und es ist fast schon sicher, dass das Ergebnis umstritten sein wird. Dann seien wieder Ausschreitungen und Kämpfe zu erwarten, von denen niemand wisse, wie lange sie dauerten, erklärte der Journalist und politische Beobachter Abdoulaye Sangare.

In der Hauptstadt Abidjan legten einige Bewohner vorsorglich Vorräte an Lebensmitteln und Treibstoff an.

Den 5,7 Millionen stimmberechtigten Ivorern standen 14 Kandidaten zur Auswahl, darunter der 65-jährige Amtsinhaber Laurent Gbagbo, dessen fünfjährige Amtszeit eigentlich schon 2005 abgelaufen ist.

Zu seinen schärfsten Konkurrenten zählen der ehemalige IWF-Funktionär und Ex-Ministerpräsident Alassane Ouattara, der aus dem Norden des Landes stammt, und Ex-Präsident Henri Konan, der 1999 in einem Staatsstreich gestürzt wurde. Bekommt kein Kandidat die absolute Mehrheit, dann treten die beiden Bestplatzierten am 28. November in einer Stichwahl an.

Die Wahllokale öffneten in allen Landesteilen. Die Stimmzettel kamen in durchsichtige Plastikurnen, die Wähler mussten ihre Finger nach der Stimmabgabe in wasserfeste Tinte tunken.

Der Kommandant der 9000 Mann starken UNO-Friedenstruppe, General Abdul Hafiz, bestätigte, dass zunächst alles ruhig verlaufen sei. Die Wahlbeteiligung sei offenbar sehr hoch. Die Sicherheitsvorkehrungen seien verstärkt worden.