Spanien

Spaniens Regierungschef: Corona-Neuausbrüche «besorgniserregend»

HANDOUT - Pedro Sanchez, Ministerpräsident von Spanien, nimmt an einer Sitzung des Parteivorstandes der Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE) in Madrid teil. Foto: PSOE/EUROPA PRESS/dpa

HANDOUT - Pedro Sanchez, Ministerpräsident von Spanien, nimmt an einer Sitzung des Parteivorstandes der Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE) in Madrid teil. Foto: PSOE/EUROPA PRESS/dpa

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat den Anstieg der Corona-Neuinfektionen im Land als «besorgniserregend» bezeichnet. Im Interview des Radiosenders Cadena Ser betonte der sozialistische Politiker am Dienstag allerdings: «Die aktuelle Lage ist mit derjenigen von März überhaupt nicht zu vergleichen.»

Es gebe keinen Grund für die erneute Ausrufung eines landesweiten Notstandes samt strenger Ausgangssperre, wie es ihn in Spanien zwischen März und Juni zur Eindämmung der Pandemie gegeben hatte.

Das Gesundheitsministerium in Madrid hatte am Montagabend 2489 Neuansteckungen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Schon seit Anfang August liegt die Zahl der täglichen Neuinfektionen stets über der Marke von eintausend Fällen.

Die höchste Zahl nach Ende des Notstands war am Freitag mit 3829 erreicht worden. Noch Ende Juni hatte es weniger als 100 Fälle täglich gegeben. Sorgen bereitete zuletzt mit 20 bis 35 Prozent aller Neuinfektionen vor allem die Entwicklung in Madrid.

"Die Gründe (für den Anstieg) sind klar. Die Mobilität, das Nachtleben. Die Menschen sind nachlässiger geworden", sagte Sánchez. Die Behörden seien unterdessen dabei, die Nachverfolgung der Infektionsketten in bestimmten Regionen mit Nachholbedarf zu verbessern. Der Region Madrid stelle die Zentralregierung derzeit Personal und finanzielle Mittel zur Verfügung.

Zahlreiche Regionen Spaniens hatten zuletzt wegen des Anstiegs der Neuinfektionen neue Einschränkungen beschlossen. Auf der bei deutschen Touristen besonders beliebten Mittelmeerinsel Mallorca bleiben die städtischen Strände und Parks zum Beispiel seit Freitag zwischen 21 Uhr abends und sieben Uhr morgens geschlossen. Kneipen, Cafés und Restaurants dürfen zwei Wochen lang grösstenteils nur noch die Hälfte der sonst üblichen Gästezahl empfangen.

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