Einige Soldaten rückten auf Motorrädern an und kreisten auf der Plaza Altamira im wohlhabenden Osten der Stadt Dutzende Demonstranten ein, wie ein Reuters-Mitarbeiter beobachtete. Anschliessend wurden auf dem Platz errichtete Barrikaden zerstört.

Der sozialistische Präsident und Hugo-Chavez-Nachfolger Nicolas Maduro kündigte zugleich vor Anhängern in einem anderen Stadtteil an, "Orte zu befreien, die von den Demonstranten übernommen wurden".

Die Proteste von Studenten und der Opposition dauern seit Anfang Februar an. Dabei ist es bereits mehrfach zu Gewaltausschreitungen gekommen. Mehrere Menschen kamen ums Leben.

Die Demonstranten fordern Maduros Rücktritt und politische Reformen. Sie beklagen die hohe Kriminalität im Land, Engpässe bei Grundnahrungsmitteln und eine Inflationsrate von fast 60 Prozent. Für Zorn sorgt auch die Präsenz kubanischer Berater in den Reihen der venezolanischen Armee und anderen staatlichen Einrichtungen.