Silvester

So rutscht die Welt ins 2020 – die schönsten Bilder von den Feuerwerken rund um den Globus

Die Silvesternacht hat für viele Erdenbürger bereits begonnen und die ersten Pazifikstaaten sind bereits im Jahr 2020 angekommen. Wie die ersten Länder feiern, sehen Sie im Video.

Mit grossem Jubel, Konfettiregen und ausgelassenem Gesang haben rund eine Million Menschen das neue Jahr auf dem New Yorker Times Square begrüsst. Um Mitternacht wurde traditionsgemäss ein leuchtender Kristallball an einem Fahnenmast herabgesenkt, der sogenannte «ball drop». Danach stimmten die Feiernden die Lieder «Auld Lang Syne» und «New York, New York» an. Auf mehreren Bühnen waren zuvor unter anderem der Rapper LL Cool J, die Sängerin Alanis Morissette und die Bands Village People und BTS aufgetreten.

Viele Menschen waren schon am Vormittag zum Times Square mitten in Manhattan gekommen, um sich die besten Plätze bei dem auch live im US-Fernsehen übertragenen Spektakel zu sichern. Alkohol und eigenes Feuerwerk waren dabei wie immer nicht erlaubt.

Das Grossereignis auf dem Times Square fand erstmals 1904 statt, als die Zeitung «New York Times» die Eröffnung ihres neuen Verlagshauses an dem zentral gelegenen Platz in Manhattan mit einem Silvester-Feuerwerk feierte. Seitdem ist die Party vor allem bei Touristen sehr beliebt. Im Central Park gab es um Mitternacht den Startschuss für ein grosses Feuerwerk und einen traditionellen rund sechs Kilometer langen Silvester-Lauf durch den Park, an dem jedes Jahr tausende Menschen teilnehmen.

Debatte über den Sinn und Unsinn von Böllerei

In ganz Deutschland haben die Menschen ausgelassen den Jahreswechsel gefeiert und um Mitternacht das Jahr 2020 begrüsst. Die grösste Silvesterparty des Landes fand traditionell wieder in Berlin am Brandenburger Tor statt: Zu der Partymeile kamen Hunderttausende und bejubelten das enorme Feuerwerk, das den Nachthimmel über der Hauptstadt erleuchtete. Zuvor hatten unter anderem Kerstin Ott, die schwedische Rockband Mando Diao und The Rasmus für ausgelassene Stimmung gesorgt. Der Andrang zu der Party war dabei erneut so gross, dass die Zugänge bereits gegen 20.00 Uhr geschlossen wurden.

Noch vor der Silvesternacht war bundesweit eine Debatte über den Sinn und Unsinn von Böllerei angesichts von Klimaschutz sowie Lärm und Aggressionen entbrannt. Zum ersten Mal waren in der deutschen Hauptstadt Raketen und Böller nicht nur auf der Partymeile verboten, sondern auch in einigen anderen Bereichen - unter anderen galt rund um den Alexanderplatz ein Böllerverbot.

Die Berliner Polizei war mit einem Grossaufgebot im Einsatz, sprach aber von einem vergleichsweise normalen Einsatz-Aufkommen für einen Silvesterabend in der Hauptstadt. Während der Silvesterfeier am Brandenburger Tor wurden drei Verdächtige wegen sexueller Belästigung von Frauen festgenommen. Auch auf dem U-Bahnhof Alexanderplatz wurde eine Frau sexuell belästigt; ein 19 Jahre alter Verdächtiger wurde festgehalten und der Polizei übergeben.

Polizeiauto mit Böllern angezündet

In Hamburg zündeten Unbekannte einen Streifenwagen der Polizei mit Böllern an. Die Polizisten seien im Einsatz gewesen und nicht am Wagen, als die Täter zuerst eine Scheibe am Auto einschlugen, wie ein Sprecher sagte. Die Unbekannten hätten dann durch das kaputte Fenster Böller in den Wagen geworfen - dieser sei daraufhin komplett ausgebrannt.

Samoa macht Auftakt

In vielen Ländern der Welt begann das neue Jahr schon deutlich früher: Als weltweit Erste - bereits um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit - feierten die Menschen in Samoas Hauptstadt Apia den Jahreswechsel. Der Südseestaat liegt wie auch Kiribati gerade westlich der internationalen Datumsgrenze. Eine Stunde später gingen um 12 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Neuseeland die Feuerwerkskörper in die Höhe. In der grössten Stadt Auckland strahlte die Harbour Bridge in Farbenwellen.

Die ersten sind im 2020!

Die ersten sind im 2020!

Die Silvesternacht hat für viele Erdenbürger bereits begonnen und die ersten Pazifikstaaten sind bereits im Jahr 2020 angekommen. So feiern die ersten Länder.

Sydney mit Feuerwerk trotz Buschbränden

Umstritten war dagegen das Feuerwerk im australischen Sydney. Trotz verheerender Buschbrände im Land schossen um 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit Feuerwerkskörper von der Harbour Bridge und liessen den Hafen samt dem bekannten Opernhaus 12 Minuten lang in einem bunten Lichtspektakel erstrahlen. Zur grossen Feier mit rund einer Million Besuchern wehten die Fahnen in Gedenken an die Brandopfer auf Halbmast. Angesichts der seit Wochen wütenden Buschbrände in der Region hatte eine Petition zur Absage der Pyro-Show Hunderttausende Unterzeichner gefunden. Doch die Feuerwehr erteilte eine Sondergenehmigung für das Feuerwerk.

In den folgenden Stunden begrüssten nach und nach die Länder in Asien das neue Jahr: In Japan erklangen um 16 Uhr MEZ die Glocken der buddhistischen Tempel 108 Mal. Dies entspricht nach dem buddhistischen Glauben der Zahl der irdischen Wünsche, die ein Mensch überwinden muss, um das Nirwana zu erreichen. Um 17 Uhr folgte der Jahreswechsel auf den Philippinen und in Malaysia, wo ebenfalls Feuerwerke die Himmel erleuchteten. In der von Unruhen überschatteten chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong allerdings wurde kurz vor dem Jahreswechsel (17 Uhr MEZ) die Absage des geplanten Grossfeuerwerks bestätigt. Die Touristenbehörde nannte Sicherheitsgründe wegen erwarteter Protestaktionen.

In der russischen Hauptstadt Moskau lagen sich (um 22 Uhr MEZ) Zehntausende Menschen bei einem grossen Fest am Roten Platz in den Armen. In der britischen Hauptstadt, die eine Stunde nach Berlin ins neue Jahr kam, wurden zum Feuerwerk am Riesenrad London Eye nach Angaben der Stadt mehr als 100 000 Besucher erwartet. In Rom feierten Zehntausende Menschen vor historischer Kulisse. Sie strömten zum Circus Maximus, wo das offizielle grosse Feuerwerk um Mitternacht losging. Andere rutschten am Kolosseum ins neue Jahr. Private Feuerwerke auf der Strasse waren verboten - wer trotzdem böllerte, riskierte eine Strafe von 500 Euro.

In Madrid wiederum begrüssten Zehntausende das neue Jahr unter der Turmuhr an der Puerta del Sol im Zentrum der Stadt. Bei jedem Glockenschlag assen sie - wie es die Tradition verlangt - eine Weintraube. Wer es schafft, alle Trauben während der zwölf Schläge zu verzehren, kann sich auf ein glückliches Jahr freuen. Die zwölf «uvas de la suerte» (Weintrauben des Glücks) gibt es abgezählt in Plastiktütchen oder kleinen Konservendosen zu kaufen. Die Feier unter der 1866 von Königin Isabella II. eingeweihten Uhr wird landesweit live im Fernsehen übertragen und von Millionen Menschen verfolgt.

In der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro begrüssten Hunderttausende Menschen das neue Jahr. Einheimische und Touristen verfolgten am Stadtstrand Copacabana das Feuerwerk über dem Atlantik. Bei der 14-minütigen Show wurden von zehn Flössen aus 16,9 Tonnen Feuerwerk in den Nachthimmel geschossen. Laut einem Bericht des Nachrichtenportals G1 erwarteten die Veranstalter rund drei Millionen Menschen.

In anderen Teilen der Welt müssen sich die Menschen noch etwas mehr gedulden: Die New Yorker können das neue Jahr um 6.00 Uhr begrüssen, erst um 11.00 Uhr folgt Honolulu in Hawaii.

Eine Ausnahme bei all diesen Feierlichkeiten gab es in dem spanischen Dorf Villar de Corneja. Dort läuteten die Bewohner bereits Dienstagmittag das neue Jahr ein - in der Mini-Gemeinde sind nur rund 30 Menschen registriert, von denen die meisten über 80 Jahre alt sind. Die betagten Bürger wollen nicht bis Mitternacht wach bleiben und feiern den Jahreswechsel deshalb zwölf Stunden früher.

Zum Abschluss Hawaii

Um 22 Uhr MEZ begrüsst unter anderem Moskau das neue Jahr. Griechenland und einige osteuropäische Länder sind der mitteleuropäischen Zeit eine Stunde voraus, bevor dann auch in der Schweiz die Korken knallen.

In der britischen Hauptstadt London, die eine Stunde nach Bern ins neue Jahr kommt, wurden zum traditionellen Feuerwerk am Riesenrad London Eye nach Angaben der Stadt mehr als 100'000 Besucher erwartet. Die Stadt London konkurrenziert mit seinem spektakulären Feuerwerk traditionell seinen Erzrivalen Sydney.

In Südamerika müssen sich die Menschen allerdings noch etwas mehr gedulden: Teile Brasiliens und Argentinien können das neue Jahr erst um 4.00 Uhr MEZ begrüssen, um 6.00 Uhr folgt New York und erst um 11.00 Uhr Honolulu in Hawaii.

Eine Ausnahme bei all diesen Feierlichkeiten gab es in dem spanischen Dorf Villar de Corneja. Dort läuteten die Bewohner bereits mittags das neue Jahr ein - in der Mini-Gemeinde westlich von Madrid sind nur rund 30 Menschen registriert, von denen die meisten über 80 Jahre alt sind. Die betagten Bürger wollen nicht bis Mitternacht wach bleiben und feiern den Jahreswechsel deshalb zwölf Stunden früher.

Zwei Mal Silvester

Für besonders grosse Silvesterfreunde ergibt sich im Pazifik die Möglichkeit, gleich zweimal ins neue Jahr hineinzurutschen: Dafür könnte man nach dem Prosit auf Samoa nach Amerikanisch-Samoa reisen. Die Hauptstädte der Inseln liegen nur rund 125 Kilometer Luftlinie entfernt.

Das US-Aussengebiet liegt aber schon östlich der Datumsgrenze und hat 25 Stunden Zeitunterschied. Damit gehören Menschen auf Amerikanisch-Samoa auch noch nach Hawaii zu den letzten Ankömmlingen im Jahr 2020. (dpa)

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