Es werde "neue Enthüllungen" darüber enthalten, inwieweit der Privatsektor in den Ausspähskandal involviert ist, erklärte das Verlagshaus am Donnerstag. Das Buch werde sich mit den "tentakelartigen" Folgen der US-Überwachungspraxis in den USA sowie im Ausland beschäftigen, hiess es.

In der ARD-Sendung "Beckmann", in der Greenwald am Donnerstagabend zugeschaltet war, sprach der US-Journalist von bis zu 10'000 "streng geheimen Dokumenten", die er von Snowden bekommen habe. Er besitze die Dokumente seit rund sieben Wochen und sei dabei, sie zu sichten. Einige der Dokumente seien "sehr, sehr kompliziert".

Er könne nach der bisherigen Auswertung aber bereits sagen, dass es eine "extreme Zusammenarbeit" zwischen dem US-Geheimdienst NSA und Privatunternehmen wie Facebook, Google und Skype gebe, sagte der Journalist und Blogger in der Sendung.

Greenwald sagte weiter, er halte per verschlüsselten Online-Chatsystemen regelmässig Kontakt mit Snowden, der sich im Transitbereich eines Moskauer Flughafens aufhält.

Snowden hatte Anfang Juni mit der Enthüllung geheimer Überwachungsprogramme der USA und Grossbritanniens für Aufsehen gesorgt. Die Dokumente hatte er unter anderem Greenwald, der für den britischen "Guardian" arbeitet, zugespielt.