Die Waffenruhe, die von 00.01 Uhr Ortszeit (23.01 Uhr MEZ) an galt, sei zeitlich nicht befristet und solle über das orthodoxe Weihnachtsfest am 7. Januar hinaus bestehen, hiess es von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Ähnliche Vereinbarungen gab es seit Beginn der Kämpfe zwischen Regierungseinheiten und den Separatisten in den Gebieten Donezk und Luhansk immer wieder. Sie wurden etwa zu Ostern, zum Schulbeginn oder zur Erntezeit geschlossen und meist innerhalb weniger Stunden gebrochen.

Ein 2015 vereinbarter Friedensplan, der zu einem dauerhaften Waffenstillstand führen sollte, liegt auf Eis. In dem Konflikt sind nach Uno-Angaben bereits mehr als 10'000 Menschen getötet worden.

Telefonat mit Putin

Deutschland und Frankreich begrüssten die Vereinbarung. Die bevorstehenden Feiertage sollten "Anlass für die Seiten sein, sich auf die Bedürfnisse der Zivilbevölkerung zu konzentrieren", hiess es in einer gemeinsamen Erklärung von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron.

In einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sprach sich Merkel ausserdem erneut für die Freilassung der festgenommenen ukrainischen Seeleute aus, wie eine Sprecherin der deutschen Regierung am Freitragabend in Berlin mitteilte.

Der russische Küstenschutz hatte Ende November im Schwarzen Meer vor der Strasse von Kertsch drei ukrainische Boote mit 24 Mann Besatzung gewaltsam festgesetzt.