Ihr Sender sei von Sicherheitskräften umzingelt und der Strom sei gekappt, sagte der Moderator einer politischen Sendung von El Bagdadija, bevor die Übertragung des Bildes unterbrochen wurde.

Der Sender hatte am Sonntag die Forderungen der Gruppe übermittelt, die während eines Gottesdienstes zahlreiche Gläubige in einer Bagdader Kirche als Geiseln genommen hatte. Die Gruppe forderte insbesondere die Freilassung von Gefangenen im Irak und in Ägypten.

Die Geiselnahme wurde durch Sicherheitskräfte blutig beendet. Knapp 60 Menschen starben bei der Erstürmung der Kirche, darunter 46 Gläubige.

Eine Viertelstunde nach Unterbrechung des Programms von El Bagdadija erschien am Montag das Bild wieder mit der Mitteilung, "die Angestellten weigern sich, die Räume zu verlassen und das Gebäude an die Ordnungskräfte zu übergeben".

Offenbar sendete der Kanal, dessen Hauptsitz sich in Ägypten befindet, nicht mehr aus dem Irak. Das Kommando der Sicherheitskräfte von Bagdad war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.