Ausland

Serbien und Kosovo führen wieder direkte Gespräche

Kosovo und Serbien sind zu Gesprächen bereit (Symbolbild)

Kosovo und Serbien sind zu Gesprächen bereit (Symbolbild)

Erstmals seit der Abspaltung des Kosovo von Serbien wollen die beiden Länder heute wieder direkt miteinander verhandeln. Praktische Fragen stehen im Vordergrund der Gespräche in Brüssel unter Vermittlung der EU.

Die Regierung des Kosovo hofft, dadurch die angeschlagene Wirtschaft des Landes wieder in Fahrt zu bringen. Das Kosovo hatte 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt, was die Regierung in Belgrad nicht anerkennt. So behindert Serbien den Handel der ehemaligen Provinz und stoppt Autos mit Kennzeichen aus dem Kosovo.

Für das von fast allen westlichen Staaten anerkannte Land ist wegen des Widerstandes aus Serbien auch ein Sitz in vielen wichtigen Wirtschaftsgremien nicht möglich. Die EU rechnet für das kommende Jahr mit ersten Ergebnissen der Verhandlungen.

Serbien hatte die Kontrolle über das Kosovo mit seinen zwei Millionen Einwohnern verloren, nachdem die Nato 1999 mit Bombenangriffen die Tötung von Albanern verhindern wollte. Im Kosovo stellen die Albaner 90 Prozent der Bevölkerung.(sda)

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