Der etwa 18 Jahre alte Attentäter habe eine Sprengstoffweste getragen und sei mit Handgranaten bewaffnet gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Unter den Toten befanden sich auch mehrere Kinder.

Bei zwei weiteren Bombenanschlägen auf Schiiten in der südpakistanischen Hafenstadt Karachi wurden in der Nacht zum Donnerstag nach Angaben der Polizei insgesamt zwei Menschen getötet. Bereits am Mittwoch wurden in Pakistan drei Anschläge gezählt, bei denen insgesamt 28 Menschen getötet wurden.

Schiiten stellen etwa 20 Prozent der mehr als 180 Millionen Pakistaner. Die Minderheit begeht derzeit den Trauermonat Muharram, der am Sonntag mit dem Trauerfest Aschura endet. Sunnitische Extremisten wie die Taliban greifen immer wieder Schiiten an.

Rawalpindi liegt direkt neben der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, wo am Donnerstag Staats- und Regierungschefs aus acht vorwiegend muslimischen Ländern zusammenkommen wollen.

Neben dem ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi wollen auch sein iranischer Amtskollege Mahmud Ahmadinedschad und der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan an dem Gipfeltreffen teilnehmen.