Umwelt

Seen sind weitgehend frei von Sprengstoff- und Schwermetallspuren

Die Armee führt das Sprengstoffmonitoring in Schweizer Seen schon seit Jahren durch. Auf dem Bild aus dem Jahr 2008 sind Experten dabei, Proben aus dem Vierwaldstättersee zu bergen. (Archiv)

Die Armee führt das Sprengstoffmonitoring in Schweizer Seen schon seit Jahren durch. Auf dem Bild aus dem Jahr 2008 sind Experten dabei, Proben aus dem Vierwaldstättersee zu bergen. (Archiv)

Obwohl die Armee bis Mitte des 20. Jahrhunderts Munition und Munitionsbestandteile im Thuner-, Brienzer- und Vierwaldstättersee versenkte, finden sich dort laut dem Bund fast keine Rückstände von Sprengstoffen und Schwermetallen. Das Monitoring wird aber fortgesetzt.

Auch im vergangenen Sommer entnahmen Experten rund anderthalb Meter lange Sedimentkerne aus den jeweiligen Seeböden und untersuchten diese anschliessend im Labor. Die Proben wurden unter anderem auf den Sprengstoff TNT, Nitrogylcerin, Blei und Quecksilber hin untersucht.

Das Ergebnis: In der grossen Mehrzahl der Sedimentproben konnten keine Konzentrationen über der Nachweisgrenze festgestellt werden, wie das Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Dienstag mitteilte. Selbst die nachgewiesenen Konzentrationen lägen zumeist deutlich unter den relevanten Konzentrationswerten der Altlasten- und Gewässerschutzverordnung.

Nur in einzelnen Proben seien Spuren von Sprengstoff der versenkten Munition nachgewiesen worden - beispielsweise TNT in je einer Probe aus dem Thunersee und dem Vierwaldstättersee. Dazu kämen Spuren von Sprengstoff im Porenwasser des Brienzersees. Dieser sei jedoch nicht auf versenkte Munition zurückzuführen.

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