In der hessischen Metropole Frankfurt und im hessischen Landkreis Wetteraukreis seien mehrere Wohn- und Geschäftsräume durchsucht worden, teilte die deutsche Bundesanwaltschaft in Karlsruhe in einem Communiqué weiter mit.

Dem Zugriff auf den Schweizer liege ein Haftbefehl zugrunde, den der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs am 1. Dezember 2016 ausgestellt hatte.

Für "fremde Macht tätig"

Der Schweizer werde "dringend verdächtigt", seit Anfang 2012 für "den Geheimdienst einer fremden Macht tätig gewesen zu sein". Nähere Angaben, etwa für welches Land der Mann spioniert haben soll, wurden auch auf Nachfrage der Nachrichtenagentur sda nicht gemacht.

Er werde noch am Freitag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt. Dabei werde ihm der Haftbefehl eröffnet. Auch werde über den Vollzug der Untersuchungshaft entschieden.

EDA hat Kenntnis von Verhaftung

Von Seiten der Schweizer Behörden waren am Freitagnachmittag kaum Informationen zum Fall erhältlich. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) gab auf Anfrage lediglich bekannt, "Kenntnis von der Verhaftung eines Schweizer Bürgers in Deutschland" zu haben.

Weitere Angaben könnten aufgrund des Daten- und Persönlichkeitsschutzes nicht gemacht werden. Und die Bundesanwaltschaft teilte mit, die Mitteilung der deutschen Bundesanwaltschaft zur Kenntnis genommen zu haben.