«Menschen starben unter entsetzlichen Schmerzen und verbrannten bei lebendigem Leib, doch das Land und der Rest der Welt erfuhren von dieser schrecklichen Katastrophe und seinen heldenhaften Opfern nichts», heisst es in einer am Samstag veröffentlichten Mitteilung der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos.

Bei dem als Nedelin-Katastrophe bekannt gewordenen Unfall am 24. Oktober 1960, bei der auch der damalige Kommandant der strategischen Raketentruppen der Sowjetunion, Mitrofan Nedelin, ums Leben kam - explodierte der Prototyp der ersten sowjetischen Interkontinentalrakete R-16 auf der Abschussrampe des Weltraumbahnhofs im heutigen Kasachstan.

Der damalige Staatschef Nikita Chruschtschow ordnete eine strikte Geheimhaltung des Vorfalls an, erst zu Beginn der 1990er Jahre wurden die Dokumente über die Katastrophe freigegeben.

Nur drei Jahre nach der Nedelin-Katastrophe kam es - ebenfalls an einem 24. Oktober - erneut zu einem tödlichen Unfall an einer Startrampe, sieben Menschen starben. Seitdem gilt das Datum als «schwarzer Tag» der russischen Raketenforschung.