Deutschland

Anschlag in Halle: Rechtsextremer 27-jähriger Deutscher tötet zwei Menschen ++ Auch Schweizer Synagogen werden beschützt

Am Mittwochmittag sind in der deutschen Stadt Halle Schüsse gefallen. Gemäss der Polizei Halle gibt es zwei Tote. Eine Person wurde festgenommen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • In der Stadt Halle und in Landsberg sind Schüsse gefallen.
  • Die Polizei bestätigt zwei Tote. Es handelt sich dabei um einen Mann und eine Frau.
    Die Polizei hat einen Verdächtigen festgenommen.
  • Gemäss eines Polizeisprechers gibt es in Halle zwei Tatorte: in der Nähe einer Synagoge und in einem Dönerladen.
  • Es handelte sich beim Schützen um einen einzelnen Täter.
Zwei Tote bei Schiesserei in Halle

20:18 Uhr

Die Polizei gibt offizielle Entwarnung nach Amoklauf in Halle. Die Menschen in Halle dürfen ihre Häuser wieder verlassen und sich auf den Strassen bewegen. Trotzdem sei die Polizei weiterhin mit verstärkten Kräften im Einsatz. Zudem würden mehrere Strassen gesperrt bleiben.

20:00 Uhr

Im Netz kursieren verschiedene Bilder und Videos vom Angriff. Die Polizei Halle hat nochmal ausdrücklich darum gebeten, keine Aufnahmen im Internet zu verbreiten.

19:35 Uhr

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CDU) hat sich auch zu dem Angriff in Halle geäußert. In Berufung auf die Einschätzung des Generalbundesanwalts sagte er:

«Nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse müssen wir davon ausgehen, dass es sich zumindest um einen antisemitischen Angriff handelt.»

19:10 Uhr

Wie die Tagesschau in Berufung auf den NDR, WDR und die «Süddeutsche Zeitung» mitteilt, hat der Täter seinen Angriff offenbar gefilmt und ins Netz hochgeladen. Es soll sich gemäss der Nachrichtenagentur DPA um den gefassten Mann handeln, über dessen Festnahme die Polizei bereits am Nachmittag informiert hatte. Zunächst waren die Ermittler von mehreren Angreifern ausgegangen. Nun sagt die Polizei jedoch, dass es definitiv nur ein Täter war.

19:02 Uhr

Nach Informationen des MDR handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen 27-jährigen Deutschen aus Eisleben. Er soll ein rechtsextremes Motiv haben. Die Polizei nahm ihn fest.

18:59 Uhr

Der Täter soll ein 27-jähriger Deutscher sein, berichtet Spiegel Online. Hinweise deuten auf ein rechtsextremes Motiv hin - und auf einen Einzeltäter. Den Ermittlern liege inzwischen ein Video vor, das der Attentäter offenbar mithilfe einer Helmkamera aufnahm. Der Film zeigt, wie er eine Passantin in der Nähe des jüdischen Friedhofs sowie einen Gast in einem Döner-Bistro in der Nähe der Synagoge erschiesst.

18:45 Uhr

Laut dem MDR geht die Polizei von einem Täter aus. Nach Informationen sind sich die Ermittler jetzt sicher, dass nicht mehrere Täter an dem Angriff beteiligt waren. Eine offizielle Bestätigung dafür von der federführenden Generalbundesanwaltschaft gibt es aber noch nicht.

18:38 Uhr

(sda) Bei dem Angriff in Halle/Saale legte ein Täter auch selbstgebastelte Sprengsätze vor der Synagoge ab. Der Täter habe versucht, in die Synagoge einzudringen, erfuhr die Nachrichtenagentur DPA am Mittwoch aus Sicherheitskreisen. Es seien dabei mehrere Schüsse gefallen.

Medienberichte, wonach damit das Schloss der Synagoge aufgeschossen werden sollte, blieben zunächst unbestätigt.

18:23 Uhr

Auch in der Schweiz soll die Polizei Sicherheitsmassnahmen bei Synagogen ergriffen haben. Der Mediensprecher der Stadtpolizei Zürich sagte zu Blick: «Wir sind nicht untätig geblieben und haben Massnahmen ergriffen.» Welche Vorkehrungen ergriffen wurden, wollte er aus taktischen Gründen nicht mitteilen.

18:01 Uhr

Geographischer Überblick der Ereignisse: Der MDR hat einen Überblick der Angriffe mit Zeitbezügen auf einer Karte zusammengefasst.

17:45 Uhr

Auch im Landkreis Anhalt-Bitterfeld befindet sich in Gröbzig ein erhaltenes Synagogenensemble. Hier gibt es zwar keine aktive jüdische Gemeinde mehr, die Synagoge ist Museum, dennoch sind auch hier Polizisten vor Ort, so heißt es auf Anfrage beim Landkreis.

17:30 Uhr

Die deutsche Bundespolizei teilt mit, dass die Polizei Halle Unterstützung von der Bereitschaftspolizei und Spezialkräften der Bundespolizei bekommt. Gemeinsam kontrollieren die Einsatzkräfte Bahnhöfe und Flughäfen in Mitteldeutschland sowie Verkehrswege nach Polen und Tschechien.

17:17 Uhr

Wie der MDR berichtet, steht der Ort Wiedersdorf bei Landsberg im Fokus der Polizei. Die Zufahrt zu dem Ortsteil ist abgesperrt worden. Zuvor waren auch in der Ortschaft Schüsse gefallen, wie eine Sprecherin der Polizei Halle bestätigte. Mehrere Mannschaftswagen der Polizei sowie zwei Krankenwagen waren vor Ort.

16:51 Uhr

Ein Augenzeuge berichtet, was er vor Ort gesehen hat.

16:37 Uhr

«Bleiben Sie in Ihren Häusern und schliessen Sie die Fenster!»

16:30 Uhr

Bei den Todesopfern handelt es sich nach den Worten einer Polizeisprecherin um einen Mann und eine Frau. Der Mann sei in einem Döner-Imbiss erschossen worden, die Frau in der Humboldtstrasse, in der sich auch die Synagoge befindet.

16:20 Uhr

Die Situation ist nach wie vor extrem unübersichtlich. Momentan häufen sich Meldungen von Geiselnahmen und Vorfällen in der Stadt Leipzig. Die Polizei dementiert jedoch alle diese Meldungen und bittet die Menschen auf den Sozialen Medien, keine Gerüchte oder Vermutungen zu verbreiten. «Mit dem was Sie tun, erschweren Sie unsere Arbeit», schreibt die Polizei Halle auf Twitter.

16:14 Uhr

Mehrere deutsche Medien berichten, dass es zwei Täter waren, die sich in Halle aufgeteilt hätten. Einer sei dann von der Polizei verhaftet worden, der zweite sei flüchtig und habe sich – so vermutet die Polizei – verschanzt.

16:03 Uhr

Gemäss dem MDR gebe es ausreichend Anhaltspunkte für einen möglichen rechtsextremistischen Hintergrund der Tat. Dafür sprächen die gesamten Umstände.

15:45 Uhr

Der öffentliche Verkehr in Halle wurde bis auf Weiteres eingestellt. Auch die Züge der Deutschen Bahn halten ab sofort nicht mehr in Halle.

15:30 Uhr

Starke Polizeikräfte haben sich in Wiedersdorf bei Landsberg versammelt. Nach noch unbestätigten Berichten haben sich dort die Täter verschanzt. 

15:24 Uhr

Offenbar ist neben dem jüdischen Friedhof auch die Synagoge in Halle angegriffen worden. Mehrere Täter hätten versucht, in das jüdische Gotteshaus einzudringen, in dem sich bis zu 80 Menschen aufgehalten hätten. Das melden mehrere deutsche Medien.

15:19 Uhr

Die Ermittlungen zu der Schießerei hat der Generalbundesanwalt übernommen. Das bestätigte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe dem Spiegel. Die deutsche Generalbundesanwaltschaft ermittelt in der Regel nur bei Taten von nationaler Tragweite wie etwa Amokläufen oder Terroranschlägen.

15:09 Uhr

Der MDR veröffentlichte ein Video, das einen der vermeintlichen Täter zeigt, wie er in der Innenstadt von Halle aus einem Auto aussteigt und zu schiessen beginnt.

14:56 Uhr

Die Stadt Halle erklärt eine akute Amoklage und bittet die Bewohner der Stadt, ihre Häuser nicht zu verlassen.

14:48 Uhr

An diesen beiden Orten laufen aktuell Polizeieinsätze

14:26 Uhr

(sda) Ein Zeuge berichtet im Fernsehsender n-tv, dass ein mit Sturmmaske und Helm bekleideter Mann in Halle mit einem Sturmgewehr in ein Dönerrestaurant geschossen habe. Zuvor habe der Angreifer eine Art Sprengsatz geworfen, der aber an der Fassade abgeprallt und explodiert sei. In dem Dönerimbiss hätten sich insgesamt fünf bis sechs Gäste aufgehalten, sagte der Zeuge. Er selbst habe sich in der Toilette versteckt.

Ein Polizeisprecher bestätigte gegenüber des TV-Senders, es gebe zwei Tatorte: den Dönerladen und die Synagoge.

14:08 Uhr

Auch im 15 Kilometer entfernten Landsberg fielen Schüsse, wie eine Sprecherin der Polizei Halle der dpa bestätigte. Nähere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

13:49 Uhr

Wie die Polizei Halle auf Twitter mitteilt, konnte bereits eine Person festgenommen werden.

13:18 Uhr

Gegen Mittag sind in der deutschen Stadt Halle im mitteldeutschen Bundesland Sachsen-Anhalt mehrere Schüsse gefallen. Zwei Personen wurden dabei getötet. Via Twitter informiert die Polizei Halle, dass sie nach den mutmasslichen Tätern fahndet und bittet die Bevölkerung, in ihren Wohnungen zu bleiben:

Der Vorfall hat sich gemäss Berichterstattung der «Mitteldeutschen Zeitung» im Paulusviertel ereignet. Anwohnern zufolge sei die Tat in der Nähe einer Synagoge geschehen, dies sei jedoch von der Polizei derzeit nicht bestätigt.

Der Bahnhof Halle ist wegen den Ermittlungen gesperrt.

Die Behörden gaben danach auch für den Nachbarort Landsberg eine Warnung wegen Schusswaffengebrauchs durch:

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