Ukraine

Schröder will im Konflikt auf Krim nicht vermitteln – trotz Freundschaft mit Putin

Der deutsche alt Bundeskanzler und Putin-Vertraute Gerhard Schröder will nicht selber zwischen der Ukraine und Russland vermitteln (Archivbild).

Der deutsche alt Bundeskanzler und Putin-Vertraute Gerhard Schröder will nicht selber zwischen der Ukraine und Russland vermitteln (Archivbild).

Der deutsche alt Bundeskanzler und Putin-Vertraute Gerhard Schröder will nicht selber zwischen der Ukraine und Russland vermitteln. Er hält dagegen eine Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) für realistisch.

Der deutsche alt Bundeskanzler und Putin-Vertraute Gerhard Schröder will nicht selber zwischen der Ukraine und Russland vermitteln. Er hält dagegen eine Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), der die Schweiz momentan vorsteht, für realistisch.

Eine Vermittlung könne nur im Rahmen einer internationalen Organisation erfolgreich sein, sagte Schröder im Interview mit dem "SonntagsBlick". "Russland und die Ukraine sollen sich im OSZE-Rahmen an einen Tisch setzen."

Der ehemalige deutsche Kanzler ist laut eigenen Angaben ein guter Bekannter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Dies mache ihn noch nicht zum idealen Vermittler, hält der 69-Jährige fest. "Als Privatperson können Sie Gespräche führen, aber nicht vermitteln."

Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder nimmt Wladimir Putin in Schutz. «Es gibt kein völkerrechtliches Verbot einer Sezession.» Die Krim-Abstimmung ist damit in seinen Augen völkerrechtlich Okay.

Schröder zeigt sich zuversichtlich, dass die Abkühlung der politischen Beziehungen zwischen Russland und dem Westen nicht dauerhaft sein wird. "Russland braucht Europa für die Modernisierung von Gesellschaft und Wirtschaft. Und Europa braucht Russland wegen der Rohstoffe", sagte Schröder.

Von Wirtschaftssanktionen gegen Russland hält der ehemalige Spitzenpolitiker der SPD, der heute im Verwaltungsrat der Betreibergesellschaft der russisch-deutschen Ostsee-Pipeline sitzt, nichts. Es brauche mehr statt weniger Verflechtung mit der russischen Wirtschaft. Das Motto der Entspannungspolitik "Wandel durch Annäherung" gelte noch heute, sagte Schröder weiter.

Der Europäischen Union spricht der alt Kanzler kein gutes Zeugnis aus. Die EU habe den Fehler gemacht, die Ukraine vor ein Entweder-oder zu stellen – entweder EU oder Russland. "Das geht nicht mit einem Land, das kulturell so gespalten ist."

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