Inselstreit

Säbelrasseln wegen Felsen: China schickt Kriegsschiffe ins Südchinesische Meer

Streikpunkt Senkaku-  bzw. Diaoyu-Inseln (Archiv)

Streikpunkt Senkaku- bzw. Diaoyu-Inseln (Archiv)

Mitten im neu aufgeflammten Territorialstreit in Fernost entsendet die Regierung in Peking mehrere Kriegsschiffe ins Südchinesische Meer. Der einzige Flugzeugträger des Landes lief begleitet von zwei Zerstörern und zwei Fregatten am Dienstag aus.

Die Schiffe sollten in den Gewässern Tests, militärische Übungen und "wissenschaftliche Forschung" vornehmen, teilte die Marine mit. Es handle sich um reine Routine. Weitere Details wurden nicht genannt.

China beansprucht die öl- und gasreiche Region nahezu vollständig für sich. Das kollidiert mit Ansprüchen der anderen Anrainer, darunter die mit den USA verbündeten Philippinen. Im benachbarten Ostchinesischen Meer liegt zudem eine unbewohnte Inselgruppe, die seit Jahren Zankapfel zwischen Japan und China ist.

China will über dem geostrategisch sensiblen Gebiet rund um die Inseln eine Luftverteidigungszone einrichten. Das löste international Sorgen aus, dass es zu einem bewaffneten Zwischenfall kommen könnte.

Australien etwa bestellte Chinas Botschafter ein, da das Vorgehen der Volksrepublik aus Sicht der Regierung in Canberra "nicht zur regionalen Stabilität beitragen wird", wie Aussenministerin Julie Bishop am Dienstag mitteilte.

Die Senkaku-Inseln - in China als Diaoyu bezeichnet - werden von Japan verwaltet und von beiden Staaten beansprucht. Sie liegen etwa 400 Kilometer von der japanischen Insel Okinawa und 350 Kilometer vom chinesischen Festland entfernt.

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