Sie präsentierte neue Waffentechnik wie Tarnkappenbomber und Kampfdrohnen. Präsident Wladimir Putin erinnerte in seiner Ansprache an den harten Kampf der Russen gegen die deutschen Invasoren - und unterstrich seine Dialogbereitschaft in aktuellen Krisen.

"Russland ist immer offen für Dialog, wenn es um Fragen der weltweiten Sicherheit geht", sagte der Kreml-Chef 73 Jahre nach Kriegsende. Er zog eine Parallele zwischen aktuellen Krisensymptomen und der Lage im Zweiten Weltkrieg: "Hinter den neuen Bedrohungen stecken die alten hässlichen Visagen: Egoismus, Intoleranz, aggressiver Nationalismus und der Anspruch auf Einzigartigkeit." Russland sei aber immer "bereit für konstruktive und gleichberechtigte Partnerschaft".

Drohnen, Roboter, Schneemobil

Die Armee präsentierte bei der Parade 159 verschiedene Waffentypen. Viele von ihnen wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums beim Einsatz in Syrien erprobt.

Erstmals zu sehen waren Drohnen, die auf Anhängern über den Roten Platz gezogen wurden, und Minenräum-Roboter, die in den syrischen Städten Aleppo und Palmyra zum Einsatz kamen. Auch ein Schneemobil zog an der Zuschauertribüne vorbei, es wird in der Arktis eingesetzt.

Der Überschall-Abfangjäger MiG-31 wurde ebenfalls gezeigt. Er trug das neue Kinschal-Raketensystem, das Putin im März präsentiert hatte. Damals hatte er gesagt, das neue System könne "alle bestehenden und künftigen Abwehrsysteme überwinden".

Netanjahu als Spitzengast

Als Gast des Präsidenten nahm der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Parade ab. Am Nachmittag kamen beide zu Beratungen zusammen.

Während Westeuropa am 8. Mai der Befreiung von den Nazis gedenkt, gilt in Russland der 9. Mai 1945 als "Tag des Sieges", da an diesem Tag die Kapitulation der Wehrmacht im sowjetischen Hauptquartier ein zweites Mal besiegelt wurde. Russland nutzt die Militärparade stets auch dazu, mehrere neue Waffensysteme vorzuführen.