Die Gangsterbosse hätten freien Zugang zu Telefon und Internet gehabt, teilte die regionale Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Entgegen den Vorschriften hätten sie zudem Stichwaffen und Alkohol besessen.

Die russische Tageszeitung "Iswestija" beschrieb in einem Bericht drei "goldene Zellen" mit Aquarien, Flachbildschirmen und Klimaanlagen sowie einen Haftraum mit einer Bar voller Import-Spirituosen.

Die Luxuszellen würden in der Strafanstalt offiziell als "Raum für Erziehungsarbeit" bezeichnet, hiess es in der Zeitung. Die Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen gegen die Verantwortlichen in der Haftanstalt.

Es ist nicht das erste Mal, dass zu gut behandelte Häftlinge für Furore sorgen: Im vergangenen Juli tauchten Fotos von einem gefangenen Gangsterboss im Internet auf, auf denen ein üppiges Festmahl mit rotem Kaviar zu sehen war. Der Gefängnisdirektor wurde daraufhin entlassen.