Ciolos setzte sich nach Angaben eines Sprechers mit 65 zu 41 Stimmen gegen die Niederländerin Sophie in't Veld durch.

Die Fraktion, die bislang Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (Alde) hiess, änderte vergangene Woche ihren Namen in "Renew Europe". Sie ist bei der Europawahl Ende Mai mit 14 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft geworden.

Grossen Anteil an den 106 Sitzen hat die Renaissance-Liste der französischen Regierungspartei La République en Marche von Staatschef Emmanuel Macron. Sie stellt 21 der 106 Renew Europe-Parlamentarier. Fünf Abgeordnete kommen von der deutschen FDP.

"Unserer Fokus wird darauf liegen, wie wir unseren Bürgern näher kommen können und ihre berechtigten Erwartungen am besten erfüllen können", sagte Ciolos nach seiner Wahl. Der Agraringenieur war von 2010 bis 2014 EU-Agrarkommissar. Von November 2015 bis Januar 2017 war er Ministerpräsident von Rumänien.