"Es geht jetzt in erster Linie nicht um mich und um meine Enttäuschung, sondern es geht um etwas Wichtigeres", sagte Roth. Es gehe um die Ablösung der regierende Koalition von CDU/CSU und FDP. So viel Zuspruch wie am Wochenende nach ihrer Niederlage habe sie noch nie bekommen.

Roth hatte mit nur 26,2 Prozent am schlechtesten von den vier bekannten Bewerbern abgeschnitten. Gewählt worden waren Fraktionschef Jürgen Trittin mit 71,9 Prozent der Stimmen und Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt mit 47,3 Prozent, Co-Fraktionschefin Renate Künast hatte 38,6 Prozent erhalten.

Roth hatte sich bereits erneut als Parteichefin beworben. Doch nach der Niederlage beim Mitgliederentscheid hatte sie einen Rückzug erwogen. Roth hat seit 2001 mit einer Unterbrechung den Parteivorsitz inne.

Parteichef Cem Özdemir will sich bei der Wahl auf dem Parteitag an diesem Samstag bestätigen lassen. Das Vorsitzenden-Duo besteht aus einer Frau und einem Mann.