Bei einem Anschlag auf ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu waren am Donnerstag fünf Menschen getötet worden. Augenzeugen berichteten, ein Fahrzeug sei auf die Absperrungen vor dem Hotel «SYL» zugerast. Danach habe es eine «riesige Explosion, Rauch und Granatsplitter» gegeben, sagte ein Augenzeuge.

Laut dem somalischen Nachrichtenportal Geeska Afrika Online handelt es sich bei dem Attentäter um einen «somalisch-schweizerischen Doppelbürger», der Mitglied der Terror-Gruppe Al-Shabaab war. Er sei 2006 über Libyen und das Mittelmeer in die Schweiz gelangt und vor einem Jahr nach Somalia zurückgekehrt, heisst es.

Das EDA geht den Hinweisen nach, kann den Bericht aber zur Stunde nicht bestätigen. «Der Name des Attentäters ist in der Region sehr verbreitet, die Abklärungen gestalteten sich entsprechend schwierig», sagte EDA-Sprecherin Ursina Schmitz auf Anfrage von watson.

Anschlag eine «Botschaft» für Erdogan

Das Hotel «SYL» befindet sich in der Nähe der somalischen Präsidentschaft und des Regierungssitzes. Das Attentat ereignete sich am Vortag eines Besuchs des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Zum Zeitpunkt des Attentats befanden sich nach Angaben aus dem Hotel bereits etwa 70 Mitglieder der Delegation von Erdogan dort. Von wurde niemand verletzt worden.

Al-Shabaab bekannte sich noch am Donnerstag zu dem Anschlag. Er hätte dem türkischen Premier zeigen sollen, dass Mogadischu nicht sicher sei. Erdogan traf dessen ungeachtet am Sonntag in Mogadischu ein. 

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