Dies teilte ein EU-Vertreter am Montagmorgen in Brüssel mit. Der Gipfel war zuvor ab Sonntagabend für neun Stunden unterbrochen worden, in denen in bilateralen Gesprächen und kleineren Runden nach einer Lösung gesucht wurde.

EU-Ratspräsident Donald Tusk führte die Verhandlungen mit einzelnen Staats- und Regierungschefs. Ab 4.30 Uhr morgens gab es Runden mit mehreren Teilnehmern, nach denen Tusk erneut bilaterale Sondierungen aufnahm.

Tusk hatte den Gipfel gegen 23.00 Uhr am Sonntagabend unterbrochen, weil keine Lösung in Sicht war. Nach dem Ende der bilateralen Gespräche, die EU-Ratspräsident Tusk führte, beriet er zunächst mit den Ministerpräsidenten von Spanien und den Niederlanden, Pedro Sanchez und Mark Rutte sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

Dann folgten nach Aussagen von EU-Diplomaten erneut einige bilaterale Gespräche. Nun berate man wieder in der grosse Runde der 28 EU-Regierungschefs, heisst es.

Neue Namen im Spiel

Der frühere Kompromisskandidat Frans Timmermans sei wieder im Gespräch als EU-Kommissionspräsident, der EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber als Präsident des europäischen Parlaments.

Tusk testet während der Gipfel-Unterbrechung über fünf Stunden in bilateralen Gesprächen laut Diplomaten mehrere Alternativkandidaten aus der EVP für den Kommissionsposten - etwa den französischen Brexit-Chefunterhändler Michel Barnier, die bulgarische Weltbank-Generaldirektorin Kristalina Georgieva und den irischen Regierungschef Leo Varadkar. Aus EU-Kreisen hiess es aber, Varadkar wolle den Job gar nicht.