Unwetter

Riesige Unwetterfront zieht über Mittleren Westen der USA

«Wir sind im Tornado!»

«Wir sind im Tornado!»

Die USA werden in diesen Tagen von einer üblen Schlechtwetterfront heimgesucht. Dieser Mann, ausgerüstet mit Videokamera, landete mit seinem Auto sogar im Auge eines Tornados.

Eine gewaltige Sturmfront mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde hat am Dienstag im Mittleren Westen der USA Verwüstungen angerichtet. Im US-Staat Illinois war vom schlimmsten Sturm seit 70 Jahren die Rede, wie der US-Sender CNN berichtete.

Die Unwetterfront mass rund 2000 Kilometer und reichte von der kanadischen Grenze bis weit in den Süden. Stromleitungen rissen und Bäume wurden entwurzelt. Mindestens 160'000 Menschen waren ohne Strom. Auf dem internationalen Grossflughafen O'Hare in Chicago fielen rund 500 Flüge aus.

In mehreren Staaten sorgten Tornados für Chaos und Schäden. In North Carolina wurden nach Behördenangaben elf Menschen verletzt und mehrere Häuser zerstört. In Tennessee löste ein Tornado einen Verkehrsunfall aus, was zur Schliessung einer Schnellstrasse führte. In Wisconsin riss eine Windhose einen Teil des Daches einer Traktorfabrik herunter.

In anderen Gebieten sorgte die Sturmfront für einen Vorgeschmack auf den Winter. In North und South Dakota sowie in Minnesota fiel Schnee, in North Dakota gaben die Behörden zudem eine Blizzard-Warnung heraus.

Nach Angaben von Meteorologen handelte es sich bei der Front um ein ungewöhnlich grosses Sturmtief. Der niedrige Luftdruck habe dem eines Hurrikans der Kategorie 3 entsprochen, allerdings habe der Sturm nicht die zerstörerische Kraft eines derartigen Hurrikans entwickelt.

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