Da der Hafen noch 590 Seemeilen entfernt sei, sei mit weiteren drei Tagen auf See zu rechnen. Die Lebensmittel an Bord würden langsam knapp, hiess es in der Mitteilung vom Montagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Das Schiff hatte die 87 Flüchtlinge am Mittwoch vergangener Woche aufgenommen. Der Organisation zufolge stammen die meisten aus dem Sudan, darunter viele aus der Krisenprovinz Darfur. Die Flüchtlinge hatten den Angaben zufolge vor ihrer Rettung 50 Stunden ohne Trinkwasser auf einem Schlauchboot verbracht.

Nach der Rettung war das Schiff der Hilfsorganisation tagelang auf der Suche nach einem Hafen. Italien verweigerte ein Anlegen, nachdem der rechtspopulistische Innenminister Matteo Salvini im Juni angeordnet hatte, dass Schiffe von Hilfsorganisationen mit Flüchtlingen an Bord keine italienischen Häfen mehr anlaufen dürfen. Inzwischen hat Spanien Italien als Hauptankunftsland für Migranten in der EU abgelöst.