Chile

Regierung und Opposition in Chile einigen sich auf Corona-Hilfen

ARCHIV - Der chilenische Präsident Sebastián Piñera. Foto: Sebastian Beltran Gaete/Agencia Uno/dpa

ARCHIV - Der chilenische Präsident Sebastián Piñera. Foto: Sebastian Beltran Gaete/Agencia Uno/dpa

Angesichts der grassierenden Corona-Pandemie haben sich die Regierung und die Opposition in Chile auf zusätzliche Finanzhilfen für die Bevölkerung geeinigt.

Die Notfallunterstützung solle bis zu 100 000 Peso (110 Euro) monatlich pro Person betragen, kündigte Präsident Sebastián Piñera in der Nacht auf Montag an. "Mit diesem Abkommen wollen wir die Einkünfte der Familien schützen sowie Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft zurückgewinnen", sagte der Staatschef.

Insgesamt plant die konservative Regierung zwölf Milliarden US-Dollar für die kommenden zwei Jahre ein, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzufedern. Zu dem Plan gehören öffentliche Investitionen, Steueranreize zur Schaffung von Arbeitsplätzen und leichterer Zugang zu Krediten.

Zuletzt gab es im Grossraum Santiago zum Teil heftige Proteste, weil die Menschen seit Wochen nicht mehr zur Arbeit können und es kaum soziale Absicherung gibt. Die konservative Regierung liess daraufhin Lebensmittelpakete verteilen.

In Chile haben sich bislang 174 293 Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 3323 Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

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