Die rund 150 Mitglieder von Parteien wie der griechischen Goldenen Morgenröte, der britischen National Party und der deutschen NPD berieten in der zweitgrössten russischen Stadt unter anderem darüber, wie "traditionelle Werte" von Familie und Christentum, für die auch Präsident Putin stehe, gefördert werden können.

Themen des Treffens waren nach Angaben der Veranstalter auch die Ukraine-Krise und die "arrogante" Politik der USA. Das Forum sei der erste Schritt, eine gemeinsame Plattform gegen die "Bedrohung der Souveränität und der nationalen Identität" zu schaffen, sagte Fjodor Birukow von der Rodina-Partei.

Obwohl Putin einerseits "faschistische" Tendenzen in der Ukraine kritisiert, wird ihm gleichzeitig eine Nähe zu nationalistischen Kräften im eigenen Land nachgesagt.

Rechtsextreme Gruppen aus anderen europäischen Ländern sympathisieren in der Ukraine-Krise offen mit dem russischen Präsidenten. Sie sehen es als legitim an, dass Putins Regierung in der Ostukraine die Interessen der prorussischen Separatisten verteidigt.

Vertreter des französischen Front National (FN) nahmen an dem Treffen in St. Petersburg nicht teil. FN-Chefin Marine Le Pen kritisierte allerdings am Samstag im russischen Fernsehen erneut die europäischen Sanktionen gegen Russland und die antirussische "Propaganda" in der Ukraine-Krise. Die Sanktionen geschähen nur "auf Befehl der USA", sagte sie.