Syrien-Konflikt

Rebellen starten Offensive gegen Regierungstruppen in Aleppo

Aleppo ist seit mehr als vier Jahren in einen von den Aufständischen gehaltenen Osten und einen von Regierungstruppen kontrollierten Westen geteilt. Ein Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA).

Aleppo ist seit mehr als vier Jahren in einen von den Aufständischen gehaltenen Osten und einen von Regierungstruppen kontrollierten Westen geteilt. Ein Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA).

In der umkämpften syrischen Grossstadt Aleppo haben Rebellen eine Offensive gestartet, um ihre Belagerung durch syrische Regierungstruppen zu durchbrechen. Das gab am Freitag ein Sprecher der einflussreichen islamistischen Ahrar-al-Scham-Miliz bekannt.

Demnach sind alle Gruppen des islamistischen Rebellenbündnisses Dschaisch al-Fateh (Armee der Eroberung) an der Offensive beteiligt. Dem Bündnis gehören unter anderem die Dschihadisten der Fateh-al-Scham-Front an, die bis zu ihrer selbsterklärten Abspaltung vom Terrornetzwerk Al-Kaida Al-Nusra-Front hiess.

Wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, feuerten die Rebellen "hunderte" Geschosse auf den von den Regierungstruppen kontrollierten Westteil der Stadt ab. Dabei seien mindestens 15 Zivilisten getötet und mehr als hundert weitere verletzt worden.

Aleppo ist seit mehr als vier Jahren in einen von den Aufständischen gehaltenen Osten und einen von Regierungstruppen kontrollierten Westen geteilt. Der von Rebellen kontrollierte Ostteil der Stadt wird seit Monaten von syrischen Regierungstruppen belagert.

Im September hatten die Regierungstruppen eine Offensive gestartet, um die umkämpfte Stadt wieder vollständig unter ihre Kontrolle zu bringen. Dabei werden sie von der russischen Luftwaffe unterstützt.

Flughäfen unter Beschuss

Nach Angaben der Beobachtungsstelle nahmen die Rebellen neben dem Westteil Aleppos auch den Militärflughafen Nairab und den internationalen Flughafen von Aleppo unter Beschuss, die beide östlich der Stadt liegen und von den Regierungstruppen kontrolliert werden.

Von der Provinz Idlib aus seien zudem Raketen auf die Küstenprovinz Latakia abgefeuert worden, eine Hochburg von Präsident Baschar al-Assad. Die Geschosse schlugen den Angaben zufolge am Militärflughafen Hmeimim, der von der russischen Luftwaffe genutzt wird, und in der Nähe von Kardaha, dem Heimatort der Familie Assad, ein. Dabei seien mindestens ein Mensch getötet und sechs weitere verletzt worden.

Die in Grossbritannien ansässige Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von Aktivisten in Syrien. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.

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