Die "Atlantis" soll am Donnerstag nach zweitägigem Heimflug in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida landen. Ihre Rückkehr beendet die Ära der bemannten Raumfahrt in den USA für unbestimmte Dauer. Das Shuttle-Zeitalter währte 30 Jahre.

Emotionales Ende

Der Bau der ISS war nur mit Hilfe der Raumtransporter möglich, da nur sie grosse Lasten in den Weltraum und zurück zur Erde schaffen konnten. Der Abschied der "Atlantis"-Crew vor dem Abdockmanöver war entsprechend emotional.

Die Astronauten umarmten die sechs US-amerikanischen, russischen und japanischen Bewohner der Station und überreichten ihnen Geschenke, darunter ein Shuttle-Modell mit den Unterschriften vieler Weltraum-Veteranen.

Die Mannschaft hinterliess auch eine kleine US-Flagge, die während der ersten Shuttle-Mission 1981 an Bord der "Columbia" mitgeflogen war.

Sie soll dort, wo die Fähren immer an die ISS andockten, die Stellung halten, bis das nächste US-Raumschiff dort anlegt. Es kann allerdings noch Jahre dauern, bis die beauftragten Privatunternehmen ein solches Gefährt fertig haben. Künftig werden die ISS-Teams und die Lasten mit russischen "Sojus"-Kapseln transportiert.