Somalia

Rapper 50 Cent verteilt Lebensmittel an Flüchtlinge in Somalia

Der US-Rapper 50 Cent hat im Alter von 12 Jahren mir Drogen gedealt. Jetzt, mit 36, verteilt er Essen unter den Ärmsten der Armen und spendet Geld aus dem Verkauf seines eigenen Energy-Drinks an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen.

Er ist einer der reichsten Musiker der Welt und bringt denen Essen, die nichts haben. Der millionenschwere Rapstar 50 Cent hatte im September letzten Jahres versprochen, in den nächsten fünf Jahren Geld für eine Milliarde Mahlzeiten für Hungernde zu sammeln. Jetzt besuchte er Flüchtlinge in Somalia und gab Schulspeisungen in einem Slum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi aus. Der Besuch im Bürgerkriegsland war aus Sicherheitsgründen geheim gehalten worden.

Im somalischen Camp Kabasa traf der Musiker Frauen und Kinder, die vor der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren und dem seit über 20 Jahre währenden Bürgerkrieg in Somalia geflohen sind. Viele von sind unterernährt. «Was ich hier sehe ist verheerend. Diese Kinder und Frauen haben alles riskiert, um in dieses somalische Lager zu kommen, nur um etwas zu essen zu bekommen. Sie brauchen unsere Hilfe», sagte der Rapper in dem Lager in der Nähe der somalischen Stadt Dolow.

Energy-Drink bringt Geld für Essen

Der Musiker hat im letzten Jahr einen eigenen Energy-Drink auf den Markt gebracht. Geschockt von den Bildern der Hungersnot am Horn von Afrika hatte er angekündigt, zehn US-Cent (umgerechnet knapp acht Euro-Cent) von jedem verkauften Drink (2,95 Dollar) an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) zu spenden. WFP versorgt die meisten Bewohner in den Flüchtlingscamps in Ostafrika. Eine Mahlzeit kostet rund 10 US-Cent. WFP verpflegt jedes Jahr rund 90 Millionen Menschen in 70 Ländern.

«Diese Kinder haben gar nichts. Trotzdem sind sie so optimistisch. Ich möchte dazu beitragen, dass sie etwas zu essen und eine Ausbildung erhalten», sagte der 36-Jährige nachdem er in einer Schule im Slum Kibera in Nairobi Schulessen ausgeteilt hatte.

In einem Beitrag für die Online-Zeitung Huffington Post schrieb der Rapper, der in armen Verhältnissen in New York aufwuchs und bereits im Alter von zwölf Jahren mit Drogen dealte: «In Afrika leben Familien jeden Tag ohne Essen und Trinken. Sie wissen nicht, wann sie die nächste Mahlzeit bekommen. Aber wir können das ändern, wenn wir alle zusammen arbeiten.»

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1