Das sagte Castro in einer am Montag veröffentlichten Rede, die er am Wochenende vor Regierungsvertretern und 200 Delegierten der Zentralen Gewerkschaft der Arbeiter Kubas (CTC) gehalten hatte. Die Arbeiter müssten die Massnahmen verstehen und ihre Bedeutung für den Fortbestand der Revolution begreifen.

Kuba werde aber "keinen Deut vom Sozialismus" abweichen. Die Massnahmen bedeuteten einen Bruch mit Dogmen, und schlechten Gewohnheiten" sagte der Präsident. Kuba werde bei seinem weiteren Vorgehen aber kein anderes Land kopieren und beim Aufbau des Sozialismus nicht nachlassen.

Die kubanische Führung hatte Ende September konkrete Pläne bekanntgegeben, wonach die Kubaner in 178 Bereichen künftig selbstständig arbeiten dürfen. Damit soll die bevorstehende Entlassung von insgesamt einer Million Staatsbediensteter abgefedert werden.

So sollen privat geführte Obstläden erlaubt sein, Klempnerbetriebe oder Restaurants mit mehr Sitzplätzen und einem grösseren Angebot an Speisen. Noch kontrolliert der kubanische Staat 95 Prozent des Wirtschaftslebens.