Grossbritannien

Quittung für «Brexit-Sackgasse»: Grosse Parteien verlieren bei britischen Kommunalwahlen

Die britische Premierministerin Theresa May nach der Stimmabgabe bei den Kommunalwahlen an ihrem Wohnort Thames Valley im Westen Londons.

Die britische Premierministerin Theresa May nach der Stimmabgabe bei den Kommunalwahlen an ihrem Wohnort Thames Valley im Westen Londons.

Die beiden grössten Parteien Grossbritanniens haben nach Auszählung der Kommunalwahl-Ergebnisse von knapp einem Drittel der 248 Bezirke Verluste eingefahren. Vor allem die regierenden Tories von Premierministerin Theresa May mussten starke Einbussen hinnehmen.

Wie die Medien am Freitagmorgen berichteten, büsste auch die oppositionelle Labour-Partei Sitze ein, wenn auch in geringerem Ausmass. Von den Stimmerverlusten profitierten vor allem die Liberaldemokraten, Grünen und unabhängige Kandidaten.

Insgesamt ging es bei den Wahlen in grossen Teilen Englands und Nordirlands um über 8000 Sitze lokaler Gremien. Gewählt wurde in 248 englischen Bezirken. In einigen davon ging es darum, alle Sitze neu zu vergeben, in anderen stand nur ein Teil zur Wahl. In Nordirland wurden die Gremien in allen elf Bezirken des Landesteils komplett neu besetzt. In sechs mittelgrossen und kleineren Städten sollten zudem neue Bürgermeister bestimmt werden.

Zuvor schon war über klare Verluste der Konservativen als Reaktion der Wähler auf die "Brexit-Sackgasse" spekuliert worden. "Liberaldemokraten legen zu, während die Wähler Tories und Labour bestrafen", schrieb am Freitagmorgen der "Guardian".

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