Der Geschäftsmann Alexander Ponomarenko habe das Anwesen gekauft, berichtete die Zeitung "Kommersant" am Donnerstag. Putins Sprecher Dmitri Peskow hatte eine Verbindung des Regierungschefs mit der Residenz im Süden Russlands zurückgewiesen. Medien behaupten dagegen, "Putins Palast" sei mit Korruptionsgeldern und "im höchsten Auftrag" entstanden.

Der in die USA ausgewanderte St. Petersburger Geschäftsmann Sergej Kolesnikow hatte Kremlchef Dmitri Medwedew in einem offenen Brief aufgefordert, gegen diese Vorteilsnahme im Amt vorzugehen.

Dem "Kommersant" sagte Kolesnikow, dass Putin auch nach dem Besitzerwechsel der eigentliche Eigentümer des "staatlich bewachten Palastes" sei. Putin sei clever genug, um selbst keine Spuren zu hinterlassen, hatte Kolesnikow im Fernsehen gesagt.

Grosser Park und zwei Theater

Bisher war demnach der mit Putin befreundete Unternehmer Nikolai Schamalow als Besitzer der Residenz aufgetreten. Die kremlkritische Zeitung "Nowaja Gaseta" hatte Dokumente zum Palast mit der Unterschrift eines hohen Staatsbeamten veröffentlicht, nachdem das Präsidialamt jede Verbindung zu dem Bauwerk in Praskowejewka (Gebiet Gelendschik) dementiert hatte.

Ausserdem hatte Ruleaks, die russische Version des Internetportals Wikileaks, über die luxuriösen Anwesen von hohen Staatsbeamten teils mit Bildern berichtet. Demnach sollen bei "Putins Prunkbau", zu dem auch ein Landschaftspark, eine Sportanlage und zwei Theater gehören, insgesamt eine Milliarde Dollar geflossen sein.