Das berichteten am Sonntag übereinstimmend die Zeitungen "New York Times" und "Washington Post".

Spitzer hatte in den siebziger Jahren für Aufsehen gesorgt, weil er Homosexualität nicht länger als seelische Störung eingestuft sehen wollte. Er sorgte massgeblich dafür, dass die sexuelle Orientierung nicht mehr ein Fall für die Psychiatrie war. Bis dahin hatten viele die Meinung vertreten, dass Homosexuelle mit der passenden Therapie "geheilt" werden könnten.

Zwei Jahrzehnte später behauptete Spitzer dann aber in einer Studie, dass einige wenige, besonders motivierte Menschen Homosexualität ablegen und ein erfülltes Leben als Heterosexuelle führen könnten.

Schwulenverbände, die Spitzer bis dahin gefeiert hatten, warfen ihm nun vor, dass die Studie unwissenschaftlich sei. Spitzer habe zudem die passenden Probanden ausgesucht habe, statt einer Zufallsauswahl zu vertrauen. Spitzer zog die Studie später zurück.