Die dort ausharrenden Schutzsuchenden sollten nach Australien geholt werden. "Flüchtlinge sind willkommen hier", hiess es auf Spruchbändern.

Die australische Regierung hatte 2013 auf der Pazifikinsel Nauru und der zu Papua-Neuguinea gehörenden Insel Manus Internierungslager eingerichtet, in die auf See aufgegriffene Bootsflüchtlinge gebracht werden. Sie ist dafür international viel kritisiert worden.

Nach Angaben der Flüchtlingshilfsorganisation RAC gab es auf Manus allein in diesem Jahr mehr als 100 Suizid- oder Selbstverletzungsversuche. Dies verstärkte sich, nachdem eine konservative Koalition im Mai die Parlamentswahl gewonnen hat.

Am Sonntag wird Papua-Neuguineas Ministerpräsident James Marape in Australien erwartet. Er verlangt, dass Canberra eine Frist für eine Schliessung des Manus-Camps setzt.