Schon am Vorabend des Besuchs demonstrierten am Montag Hunderte Menschen im Stadtzentrum der tunesischen Hauptstadt gegen den Besuch in dem nordafrikanischen Land. Sie zeigten unter anderem Plakate mit der Aufschrift "Nein zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit" und "Nicht willkommen".

Der Kronprinz steht im Verdacht, etwas mit dem Tod des kritischen Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul zu tun zu haben.

Mehrere Organisationen und Gewerkschaften haben sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen, um ihr Missfallen über den Besuch auszudrücken. Die Journalistengewerkschaft SNJT entrollte an der Fassade ihres Büros in der Innenstadt von Tunis ein riesiges Plakat, das den saudischen Kronprinzen mit einer Kettensäge zeigt.

Saudi-Arabiens Kronprinz befindet sich derzeit auf einer Reise durch mehrere "befreundete" arabische Staaten, bevor er Ende der Woche beim G20-Gipfel in Argentinien erwartet wird.