Sechs Jungen wurden zu Opfern. Der Mann hatte bis zum Schluss alles abgestritten. Der Missbrauch begann in den 1950er Jahren, 1971 wurde der Verurteilte zum Priester geweiht.

Der Mann hatte sich jahrelang einem Gerichtsprozess entzogen. 1985 floh er in die USA. Erst im vergangenen Jahr war er von den Behörden in Kalifornien ausgeliefert und nach England zurückgebracht worden.

Der Richter beschrieb den Verurteilten am am Freitag bei der Urteilsverkündung als "doppelzüngig und manipulativ". Seine Taten seien "unvorstellbar grausam" gewesen, die Opfer hätten kaum je zu überwindenden Schaden genommen.

"Sie haben ihre Vertrauens- und Autoritätsposition ausgenutzt." Das Gericht bezog für das Urteil auch die Tatsache mit ein, dass der Mann sich geweigert habe, nach Grossbritannien zurückzukehren und dort seinen Opfern "ins Gesicht zu sehen".

Im Prozess war ans Licht gekommen, dass die Erzdiözese von Birmingham dem Mann bis Dezember 2001 monatlich bis zu 800 Pfund (rund 1200 Franken) gezahlt hatte, obwohl die Verantwortlichen von den Vorwürfen wussten. Hinzu kam eine einmalige Zahlung von 8400 Pfund.

Der Richter sagte, über die Rolle der Kirche in diesem Fall wolle er nicht urteilen. Es gebe aber viele Kritiker, die sagen würden, die Kirche müsse den Fall nun intern untersuchen.