Montenegro

Präsidentschaftswahl lockt nur wenige Montenegriner an die Urnen

Eine Montenegrinerin legt in Podgorica ihren Stimmzettel in die Urne

Eine Montenegrinerin legt in Podgorica ihren Stimmzettel in die Urne

Die Montenegriner haben einen neuen Staatspräsidenten gewählt. Das Interesse im EU-Kandidatenland war jedoch mässig: Bis zum Nachmittag hatte weniger als ein Drittel der halben Million Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

Dies teilte die staatliche Wahlkommission mit. Favorit war der langjährige Amtsinhaber Filip Vujanovic, der für die seit über zwei Jahrzehnte regierenden Sozialisten antrat. Die zerstrittene Opposition hatte sich erstmals auf den früheren Diplomaten Miodrag Lekic als gemeinsamen Kandidaten geeinigt.

Das kleine Land an der südlichen Adria kämpft mit schweren wirtschaftlichen Problemen. Trotz der Tourismusindustrie ist der Staat mit 60 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes verschuldet. Die Durchschnittsgehälter liegen deutlich unter 500 Euro.

Der Bankensektor steckt wegen fauler Kredite in der Schieflage. Der wichtigste Industriebetrieb des Landes, das Aluminiumwerk KAP, steht vor dem Bankrott. Beide Kandidaten hatten versichert, für die schnellere Annäherung Montenegros an die NATO und die EU zu sorgen.

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